Beschäftigungsideen – lecker

Aktiv mit Kindern
Schlechte Laune? Langeweile? Corona-Frust?
Hier kommen Beschäftigungsideen, mit denen Eltern und Kinder gemeinsam aktiv sein und Spaß haben können – zum Beispiel in der Küche:

Einen ganz individuellen Salat zubereiten

Kinder können und wollen bei alltäglichen Aufgaben der Erwachsenen helfen. Das klappt beim Zubereiten eines Salats super und man kann sogar kreativ werden.

  • vor dem Einkauf Zutatenliste erstellen: Tomaten, Gurken, Möhren, grüner Salat etc., vielleicht auch Gemüse aus der Dose/dem Glas (Mais, Oliven, Artischocken, eingelegte Gurken,…), Obst (Äpfel, Weintrauben Ananas,…), Kerne (Kürbis, Sonnenblume, Pinie…), Käsewürfel (Mozzarella, Feta, Gouda, …), Kresse und  Kräuter zur Auswahl anbieten. So entsteht vielleicht der neue Familien-Lieblings-Salat!
  • gemeinsam Zutaten waschen, klein schneiden, Soße rühren (am einfachsten: Öl, Essig, Salz, Pfeffer), mixen und genießen.

Pizza backen

Kinder helfen meist gern beim Kochen und mögen das Essen dann auch viel lieber – sogar, wenn Gemüse drin ist. 😉 Wie wäre zum Beispiel mit einer ganz und gar selbstgemachten Pizza – vom Teig über die Tomatensoße bis zum Belag? Rezepte gibt es im Netz jede Menge (auch ohne Hefe, falls es im Supermarkt mal wieder keine gab). Kleine Kinder können den Teig kneten und die Pizza belegen; ältere üben beim Zutaten abwiegen Mathe, reiben Käse und schnippeln Gemüse für den Belag.

  • Alle großen und kleinen Köche waschen sich die Hände und legen mit dem Teig los. Der Klassiker: für ca. 4 mittelgroße Pizzen aus 500 g Mehl, ein Teelöffel Salz, 1 Päckchen Trockenhefe, ein Teelöffel Zucker, 2 Esslöffel Olivenöl, 325 ml warmes Wasser – Hefe und Zucker im Wasser auflösen, mit allen anderen Zutaten verkneten und den Teig gehen lassen bis er sich etwa verdoppelt hat.
  • Während der Teig geht, die Tomatensoße kochen. Die kann fast genauso aussehen, wie die Lieblingssoße für die Nudeln. (z. B. Zwiebeln und/oder Knoblauch anbraten, passierte oder gehackte Tomaten dazu, lecker würzen mit Kräutern wie Oregano, Salz, Pfeffer, vielleicht bisschen Essig und Zucker, fertig)
  • Teig ausrollen, Soße drauf, individuell mit Gemüse, Obst, Fleisch, Fisch,… belegen, und Käse drüber reiben. (Vielleicht können die Kinder schon beim Schreibend es Einkaufszettels überlegen, was auf ihre Pizza soll.)
  • Ab in den Ofen und guten Appetit!

Blitz-Kekse backen

Kekse schmecken immer und sind schnell gebacken – vor allem mit diesem einfachen Rezept, das nur zwei Zutaten (Haferflocken und Bananen) braucht und dazu auch noch gesund ist. Damit eignet es sich auch hervorragend als Snack – egal, ob in der Schule, der KiTa oder zu Hause.

  • Zuerst 2 Bananen mit der Gabel zu Brei zerdrücken. Das macht auch kleineren Kindern Spaß und ganz nebenbei kann man weiche Tiger-Bananen, die niemand mehr essen mag, verwerten.
  • Anschließend den Bananenbrei mit etwa 8 Esslöffeln Haferflocken (oder anderen Getreideflocken) vermischen.
  • Jetzt kann man kreativ werden, wenn man möchte: eine Prise Salz, gehackte Nüsse, Schokostücke, Kerne, getrocknete Früchte, Gewürze wie Zimt passen in die Kekse, müssen aber nicht sein. So kann man immer wieder neue Rezepte erfinden.
  • Backpapier oder eine Backmatte aufs Backblech und den Ofen auf 180 Grad vorheizen. Die fertige Teigmischung in ca. 15 Keks-Haufen auf das Backblech setzen und platt drücken.
  • Die Kekse in den Ofen schieben und warten, bis sie die gewünschte Bräunung erreicht haben. (Das dauert so ungefähr 15 Minuten.) Abkühlen lassen und gesund naschen!

Brotgesichter gestalten

Ein Butter-, Käse- oder Wurstbrot gewinnt Geschmack und Attraktivität, wenn es ein bisschen mit Kräutern, Obst, Gemüse und/oder Soßen aufgepeppt wird.  Wenn man dabei noch Bilder auf die Brote zaubert, steht einem „Wow-Effekt“ nichts mehr im Wege.

  • Ein Brot mit einer Grundlage (Butter, Käse, Wurst) belegen oder bestreichen und Obst (Apfel, Weintrauben, Erdbeeren…) oder Gemüse (Gurken, Tomaten, Paprika, Kohlrabi, Mairübchen, Frühlingszwiebeln, Radieschen…)  Kräuter (Schnittlauch, Petersilie, Dill,…) und/oder Soßen (Ketchup, Senf, Mayonnaise, Pesto, Grillsoßen, …) aussuchen. Natürlich können auch gekochte Eier, Fisch in verschiedenster Form und alles, was man sonst noch aufs Brot mag, verwendet werden.
  • Obst und Gemüse sowie Kräuter so klein schneiden, dass sie sich besonders kreativ verarbeiten lassen (Scheiben, Stückchen, Spalten,…) und auf das Brot bzw. den Teller drumherum so drapieren, dass ein Bild entsteht.
  • Brotgesichter sind die Klassiker, aber bestimmt lassen sich auch Blumen, Häuser und vieles mehr gestalten.
  • Die fertigen Kunstwerke können nun den kleinen Genießern präsentiert und gemeinsam verspeist werden.
  • Wer mehr will, baut ein „Künstler-Büffet“ mit vorbereiteten Zutaten auf und lässt die Kinder selbst kreativ werden. Besonders gut gelungene Werke unbedingt fotografieren, bevor sie in den Bauch wandern.

Ohne Hände essen

  • Beim Essen kann man die Hände auch einfach mal auf den Rücken legen und das Gesicht in den Teller tauchen. Das sind natürlich keine guten Manieren, aber wenn man es zu einem besonderes Event macht, kann die ganze Familie ordentlich Spaß haben.
  • Achtung! : Nicht alle Speisen sind  für das händefreie Essen geeignet. Suppen sind naturgemäß schwierig ohne Löffel zu essen. Scharf gewürztes Essen oder zu viel Knoblauch können in der Nase und den Augen brennen.
  • Tipp: Spaghetti mit gedünstetem Gemüse und/oder geriebenem Käse oder Reispfannen mit Gemüse.
  • Speisen die langlebige Flecken hinterlassen, sind ebenfalls nicht zu empfehlen, weil Spritzer auf den Klamotten manchmal nicht zu vermeiden sind.
  • Sehr praktisch ist händefreies Essen an warmen Sommertag, wenn man für die Mahlzeit einfach das T-Shirt ausziehen kann. Sicher wird das Essen auf diese Weise sehr lustig – besonders, wenn auch die Eltern mitmachen – und eine ganz neue Erfahrung.
  • Wem das händefreie Essen zu weit geht, hat vielleicht Lust das Besteck im Schrank zu lassen und einfach mal mit den Händen zu essen?!

Knuspermüsli selber machen

Süße Frühstücksflocken stehen bei Kindern oft hoch im Kurs, aber sie enthalten auch viel Zucker und sind nicht unbedingt ein gesunder Start in den Tag. Super lecker und recht schnell gemacht ist das eigene Knuspermüsli, bei dem man selbst bestimmen kann, wie süß es wird. Zudem ist die Gelegenheit günstig, Kinder mithelfen und mitbestimmen zu lassen: Ein selbst zusammengestelltes Müsli schmeckt doch gleich nochmal so gut!

  • Haferflocken (oder andere Getreideflocken) in eine Schüssel geben und nach Belieben mit gehackten Nüssen mischen. Super schmecken zum Beispiel Haselnüsse, Mandeln, Cashewkerne und/oder Wallnüsse. Auch Kokosflocken, Sonnenblumenkerne, Sesam, Kürbiskerne oder Leinsamen können je nach Geschmack hinzugefügt werden. Es kann auch mit Zimt, Vanille oder andere Gewürzen veredelt werden. Hier ist Mut zum Experimentieren gefragt und Kinder können prima mitentscheiden und zusammenmixen!
  • Nun kommt noch etwas neutrales Öl (zum Beispiel Rapsöl oder Sonnenblumenöl) und Agavendicksaft oder Ahornsirup zu den Haferflocken. Bei 500 g Haferflocken und 300g gehackten Nüssen und Kernen sind etwa 2 EL Öl und 6 EL Sirup oder Dicksaft passend. Das lässt sich aber sehr frei variieren – je nachdem, wie süß man es mag.
  • Alle Zutaten sorgfältig vermischen. Ein Backblech mit Backpapier oder Silikon-Backmatte auslegen und die Haferflocken-Mischung gleichmäßig darauf verteilen. Im Backofen bei ca. 140 Grad Umluft (klappt notfalls auch mit Ober- und Unterhitze) so lange rösten, bis die Haferflocken etwas dunkler geworden sind und die Nüsse lecker duften. Das dauert ungefähr 20 Minuten. Dabei hin und wieder umrühren.
  • Nachdem das Müsli aus dem Ofen geholt und abgekühlt ist, kann es mit Trockenfrüchten, gehackter Lieblingsschokolade, Kakao-Nibs oder weiteren Zutaten, die nicht mitgeröstet werden sollen, vermischt und in Vorratsdosen oder –gläsern verpackt werden.  
  • Das Müsli hält sich luftdicht verschlossen problemlos mindestens drei Wochen und schmeckt prima mit Obst, Quark, Joghurt, Getreidemilch und/oder Kuhmilch. Es macht sich auch prima als Topping für viele Nachtische (Pudding, Obstsalat…).

Popcorn herstellen

Selbstgemachtes Popcorn ist echt lecker und lässt sich wunderbar nach Geschmack verfeinern. Super daran ist aber auch, dass die Herstellung so einen großen Unterhaltungswert hat.

  • Popcorn-Mais kaufen (gibt es in vielen Drogeriemärkten, Supermärkten und oft auch im Bio-Laden).
  • In einen großen Topf oder einer Pfanne mit Deckel etwas Öl oder Butterschmalz geben; dann die Körner hineinlegen – dabei aufpassen, dass alle Körner Kontakt zum Boden haben und nicht übereinanderliegen.
  • Deckel drauf, Hitze aufdrehen und gespannt warten.Wenn es los-poppt genau horchen.
  • Am spannendsten ist es natürlich dem Poppen durch einen Glasdeckel zuzuschauen. (Achtung: Kleine Kinder können auf einem Stuhl oder dem Arm zuschauen, müssen aber festgehalten werden, damit sie sich nicht verbrennen!) Wenn es seltener poppt kann man den Topf noch einmal etwas rütteln, damit die schweren ungepoppten Körner nach unten auf den heißen Boden rutschen.
  • Lange Pausen zwischen dem Aufpoppen? Dann schnell das fertige Popcorn vom Herd nehmen und nach Belieben verfeinern.
  • Puderzucker auf das Popcorn sieben, salzen oder Mini-Marshmallows dazugeben. Die Lieblingsschokolade schmilzt auf dem heißen Popocorn und ist abgekühlt ein leckerer Überzug. Man kann mit Kräutern und geriebenem Käse würzen oder etwas ganz anderes ausprobieren. Vielleicht passt das selbstgemachte Popcorn zum gemeinsamen Spiele- oder Filmabend?

Viel Spaß!