Weltkindertag 20.09.2021

Am Weltkindertag macht der Kinderschutzbund bundesweit auf die Belange der Kinder aufmerksam. Dieses Jahr lautet das Motto „Kinder haben Armut nicht gewählt“. Der Kinderschutzbund Springe macht mit Sprühlogos in der Stadt darauf aufmerksam.

„Wenn Sie durch die Stadt gehen, denken Sie bitte bei jedem Logo „Kinder haben Armut nicht gewählt“ daran, dass in Springe 550 Kinder unter 15 Jahren und 290 Jugendliche und junge Erwachsene von Armut betroffen sind und unter den Folgen leiden. Das muss sich ändern“, fordert Roswitha Prüssing für die Kinder in Springe. Bundesweit lebt jedes fünfte Kind in Armut.

Der Kinderschutzbund fordert mehr Entschlossenheit bei der Bekämpfung von Kinderarmut. „Nach der UN-Kinderrechtskonvention haben alle Kinder das Recht auf ein Aufwachsen in sozialer Sicherheit. Die staatliche Gemeinschaft muss diese Sicherheit geben können“, heißt es in einer Resolution, die der Kinderschutzbund Anfang September einstimmig beschlossen hat. Darin wird eine Gesamtstrategie gegen Kinderarmut gefordert. Besonders wichtig: die Forderung nach einem Investitionspaket „Kinder-Infrastruktur“ sowie die Kindergrundsicherung. Wir nehmen seitens der Politik eine gestiegenes Bewusstsein für das Problem der Kinderarmut wahr. Das reicht aber nicht, es müssen Taten folgen! Wir erwarten, dass in der nächsten Legislaturperiode eine auskömmliche Kindergrundsicherung eingeführt wird. Es ist höchste Zeit dafür.

Roswitha Prüssing, Vorsitzende des Kinderschutzbundes Springe: „Wir erleben oft Vorurteile gegenüber Familien, die in Armut leben. Unsere Erfahrungen in der Praxis zeigen aber, dass die Eltern nur das Beste für ihre Kinder wollen. Alle Menschen verdienen es  mit Respekt und Wertschätzung behandelt zu werden.“ Auch bei der Bundestagswahl sollten die Interessen und Bedürfnisse der Kinder mitgedacht werden.