Beschäftigungsideen 8

Aktiv mit Kindern
Der neuartige Corona-Virus hat unser Leben verändert.
Wir sollen Abstand halten. Schulen und Kindergärten sind noch nicht in den Regelbetrieb zurückgekehrt. Das bedeutet auch: Wir haben mehr Zeit und gerade Kinder bekommen Langweile. Um weiter fröhlich und gesund zu bleiben, brauchen sie jetzt Angebote, wie sie ihre Zeit sinnvoll verbringen können.
Deswegen kommen hier 7 Ideen, wie Eltern und Kinder gemeinsam Spaß haben, Neues lernen und kreativ sein können.

Sie haben mit Ihren Kindern zu Hause oder draußen  in und um Springe tolle Unternehmungen oder Spielideen umgesetzt? Wir wollen regelmäßig neue Tipps veröffentlichen und freuen uns über Ihre Beteiligung: Schicken Sie gern eine Mail mit ihren Beschäftigungsideen, Erfahrungsberichten und vielleicht auch Fotos an: emaus@kinderschutzbund-springe.de

1. Schnitzeljagd für Familien(mitglieder) organisieren

Die Springe-Rallye (Beschäftigungsideen 5) endet bald, aber die Idee ist super und absolut Abstandsregeln-tauglich. Warum also nicht selbst eine kleine Schnitzeljagd veranstalten? Dafür kann man die Familie in ein Vorbereitungsteam und eine Gruppe Jäger teilen oder man macht einer anderen Familie eine Freude und schenkt ihnen eine spannende und ganz persönliche Rallye.

  • Zunächst muss also entschieden werden, wer die Schnitzeljagd plant und wer sie später abgehen wird. Zudem muss ein altersgerechter Weg ausgesucht werden. Das kann eine Runde um den Block sein oder auch eine mehrstündige Tour.
  • Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, eine solche Jagd zu gestalten: Am einfachsten sind Kreide-Pfeile auf dem Boden oder Schleifen am Wegesrand (nach der Schnitzeljagd wieder abnehmen!), aber es geht auch anders: Fotos, die den Ort zeigen, an dem der nächste Hinweis versteckt ist oder kleine Briefe mit einem Rätsel, dessen Lösung einem zum nächsten Brief führt. Natürlich kann die Jagd auch mit einer klassischen Schatzkarte und ohne weitere Hinweise auskommen.  Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt…
  • Startzeitpunkt und –ort abmachen und los geht’s! Am schönsten sind Schnitzeljagden natürlich, wenn am Ziel eine kleine Überraschung wartet. Wie wäre es zum Beispiel mit einem vorbereiteten Picknick (auch auf Abstand möglich), einer kleinen Schatzkiste mit einem lieben Brief, einem kleinen Geschenk oder einfach nur einer herzlichen Begrüßung?

2. Masken aus Papptellern basteln

Die Nutzung von Papptellern ist nicht gerade umweltbewusst, aber vielleicht hat der eine oder andere noch ein paar im Schrank, die nicht gebraucht werden? Die lassen sich ganz wunderbar in Masken verwandeln. Die sind allerdings nur zum Verkleiden und nicht zum Infektionsschutz geeignet.  ;-):

  • Einen Pappteller dem kleinen Künstler vor das Gesicht halten und ganz vorsichtig mit einem Bleistift markieren, wo in etwa die Augen sind.  Anschließend den Teller wieder abnehmen und mit einer Schere Augenlöcher ausschneiden. Bei kleineren Kindern kann das ein Erwachsener erledigen. Zusätzlich kann eine kleine Klappe für die Nase eingebaut werden: Ebenfalls kurz markieren, wo die Nase in etwa auf den Pappteller sein muss und dann einen nach oben geöffneten Halbkreis einschneiden, so dass die Nase durch das Loch passt, aber von Pappe bedeckt bleibt.
  • Anschließend kann Kind die Maske mit Stift, Fingerfarbe oder Pinsel gestalten, wie es mag. Möglich sind zum Beispiel lustige Gesichter, Tiermasken oder einfach nur viel Farbe. Dabei ist es sinnvoll die Rückseite des Tellers zu bemalen, weil sie nicht beschichtet ist und der Teller so besser aufs Gesicht passt. Möglich ist auch, aus Papier oder Pappe Ohren, eine lange Zunge, einen Hut oder ein anderes Detail zu gestalten, auszuschneiden und auf die Teller-Maske zu kleben.
  • Nun fehlen nur noch zwei Löcher an den Seiten (nicht zu nah am Rand, weil die Pappe sonst einreißen kann) durch die ein Band gefädelt wird. Schmale elastische Bänder sind gerade schwer zu bekommen, weil sie für die Mund-Nase-Schutzmasken gebraucht werden, aber für die Pappmasken reichen auch größere Haushaltsgummies, die einmal durchgeschnitten und an die Maske geknotet werden können.  Alternativ lässt sich auch nicht elastisches Band (zum Beispiel Geschenkband oder Wolle) verwenden, um die Maske am Kopf zu befestigen.
  • Jetzt kann losgespielt werden. Wie wäre es mit einem Masken-Fotoshooting oder einem Masken-Theater?  

3. Bücherparty im Bett feiern

Wer kuschelt sich morgens nicht noch einmal gern ins Bett? Wenn den ganzen Vormittag keine Termine oder andere Zwänge rufen, ist das eine gute Gelegenheit diese Kuscheleinheit zu einer Bücherparty auszuweiten:

  • Nach dem Frühstück (oder mit dem Frühstück?) einfach noch einmal ins Bett schlüpfen und für genug Lesestoff sorgen – egal, ob der aus einem großen Stapel Bilderbücher besteht oder aus einem Harry Potter-Band. Hauptsache, kleine und große Leseratte freuen sich auf die Lektüre.
  • Jetzt ist das wichtigste: Zusammenkuscheln, viel Zeit nehmen, viel vorlesen (wenn Kind schon lesen kann, auch abwechseln) und gemeinsam eintauchen in die Geschichten.

4. Mit Karte orientieren

Auch wenn ältere Kinder keine Lust mehr habe mit rauszukommen, um einen Spaziergang oder eine Wanderung zu machen, gibt es Tricks, die den Ausflug für sie attraktiver machen. Zum Beispiel können ein Kompass und/oder eine Karte der Umgebung schon helfen.

  • Zu Hause mit der ganzen Familie einen längeren Spaziergang mit einer Karte planen. Wer keine Karte der Umgebung zu Hause hat, findet sie auch im Internet und kann sie entweder ausgedruckt oder auf dem Smartphone problemlos mitnehmen. Unterwegs kann Kind dann für die Navigation verantwortlich sein.
  • Alternativ kann es auch etwas abenteuerlicher werden, wenn man einfach erstmal losgeht, unbekannte Wege beschreitet und dann gemeinsam versucht, herauszufinden, wo auf der Karte man eigentlich gerade ist und wie man möglichst schlau wieder nach Hause kommt. Wer einen Kompass hat, kann den dabei ebenfalls gut nutzen.

5. Stopptanz veranstalten

Noch ein Kinderpartyklassiker, der auch als Familienspaß funktioniert: Stopptanz.

  • Tanzfläche frei räumen, Musik aufdrehen, lostanzen  und das möglichst mit der ganzen Familie.
  • Ein Tänzer übernimmt für eine Runde die Aufgabe des Schiedsrichters. Er stoppt die Musik hin und wieder ohne Vorankündigung. Die Tänzer müssen beim Musikstopp sofort ihre Bewegung einfrieren. Wer sich als letztes noch bewegt, wird vom Schiedsrichter rausgepfiffen. Das macht schon mit drei Familienmitgliedern Spaß. Wenn mehr mitspielen, gibt es mehrere Runden bis nur der beste Stopp-Tänzer übrig geblieben ist.
  • Nicht genug Stopp-Tänzer im eigenen Haushalt gefunden? Stopp-Tanz kann man draußen auch mit Abstand spielen, wenn man die Musik nicht zu laut aufdreht und auf verträgliche Uhrzeiten achtet. 

6. Geheimbotschaften schreiben

Wer schon schreiben kann, hat bestimmt Lust, auch mal eine geheime Botschaft zu verfassen. So lassen sich Briefe an Freunde elternsicher versenden oder kleine Beschäftigungseinheiten von Mama und Papa über den Tag verteilen. Es gibt viele Möglichkeiten Nachrichten zu verschlüsseln. Der Klassiker ist sicherlich die einzelnen Buchstaben durch Zahlen oder andere Buchstaben zu ersetzen.

  • Für die einfachste Variante wird das Alphabet aufgeschrieben und die Buchstaben werden durchnummeriert.  Bei einer Geheimbotschaft werden jetzt nicht mehr Buchstaben benutzt, sondern durch die Zahlen ersetzt, die in der Liste unter ihnen stehen. Ein A wird also zu einer 1, ein B zu einer 2 und so weiter. 8 1 12 12 15 bedeutet somit „Hallo“.
  • Schwerer zu knacken ist der Code, wenn man das Durchnummerieren bei einem anderen Buchstaben im Alphabet beginnt und nach dem Z beim A weiterzählt. Bei welchem Buchstaben man mit der Nummerierung anfängt, kann man vorher verabreden oder zu Beginn der Geheimbotschaft angeben. „Hallo“ könnte zum Beispiel 21 2 21 6 6 9 geschrieben werden, wenn das G die 1 zugeteilt bekommt.
  • Ganz ähnlich funktioniert auch das Verschlüsseln, wenn Buchstaben getauscht werden. Dafür wird ebenfalls das Alphabet aufgelistet, eine vereinbarte (oder auf dem Blatt notierte) Anzahl Buchstaben weitergerutscht und noch einmal das Alphabet daruntergeschrieben. Jetzt kann man statt des eigentlichen Buchstabens den darunter stehenden „verrutschten“ Buchstaben aufschreiben.  Wenn man um vier Buchstaben rutscht, also das A zu einem E wird, würde „Hallo“ dann so aussehen: Dwhhs.  
  • Weitere Methoden, um Texte zu verschlüsseln, finden sich zahlreich im Internet, zum Beispiel hier.

7. Kreide-Schatten malen

Mit Straßenkreide kann man allerhand anfangen. Spaß macht zum Beispiel auch, Kreide-Schatten zu malen und anschließend kreativ zu gestalten.

  • Wenn der Boden trocken und die Umgebung dafür geeignet ist, legt sich ein Kind auf den Boden und ein anderes (oder ein Erwachsener) malt um das Kind herum, so dass die Umrisse des Körpers auf die Straße gezeichnet werden.
  • Nun lässt sich gemeinsam mit derselben oder einen anderen Farbe ergänzen, was man mag: Das Kreide-Schatten-Kind kann eine Krone aufgesetzt bekommen, auf einem Pferd stehen oder zum Superhelden gemalt werden. Dazu kommen vielleicht Wolken, Blumen, ein Haus im Hintergrund, Marsmännchen drumherum, …
  • Besonders witzig werden die Straßen-Bilder, wenn man sich vorab überlegt, was man malen möchte und sich schon in der passenden Pose auf die Straße legt.  

Viel Spaß! …und bis nächste Woche mit neuen Beschäftigungsideen.